Donnerstag, 10. März 2011

tout seul on n'est rien





ensemble on est trop









ich melde mich zurück. wusstet ihr, dass sich die white stripes getrennt haben? ich nicht. aber byte fm hat mich informiert! ich bewege mich derzeit nicht viel, dass spart enorm viele kosten. nachdem ich ein wunderbares wochenende mit vanessa verbracht habe, muss ich sehr viel schlafen, etwas weniger essen und noch mehr geld sparen. das hebt die laune nicht gerade. zwei wochen noch. ich habe das gefühl, ich habe die letzten monaten sehr gut genutz. gut, ich hätte mehr von dem unglaublichen musikalischen angebot nutzen können. letztes wochenende durfte ich dann einmal reinschnuppern, in das pariser nachtleben. aber ich kenne es bereits, das tanzen in fremden mengen. ich will etwas anderes. mir ist die musik egal, die leute wichtiger.
derzeit übe mich dadrinne, brav am schreibtisch sitzen zu bleiben und endlich mal meine hausaufgaben zu schreiben und andere texte, die ich mir vorgenommen habe.

vanessa was in town! wir haben uns eigentlich nur im zentrum um les halles aufgehalten, aber diese ecke ist nunmal sehr abwechslungsreich und wunderschön.

Sonntag, 27. Februar 2011

england









heute war ich in der orangerie und danach im kino. ein schöner nachmittag, sonnenstrahlen und ich mittem im zentrum von paris. ich widme mich nun den dingen, die ich noch nicht besichtigt habe, obwohl sie in jedem reiseführer stehen. ich habe auch vieles und noch mehr gesehen, als im reiseführer steht. aber die nyhmpgemälde von monet in der orangerie nicht gesehen zu haben, das ist quasi sträflich. ich kam auch nicht drumherum, mir ein kitschige souvenirs zu kaufen, und obwohl die monetgemälde schon längst inflationär benutze werden, so komme ich nicht drumherum. ja, ich fange an, souvenirs zu kaufen. ich habe auch endlich ein buch gefunden, dass paris in bildern darstellt. es nicht herausragend, keine besonderen fotos, keine tollen beschreibungen, nicht teuer und aufwendig. es hat mir aber sofort gefallen, denn es hat alle meine lieben orte aus den richtigen winkeln vereint und ich habe von vielen orten, wo ich war, nunmal noch ein gutes bild. genau so wollte ich es haben. als ergänzung zu meinen eigenen bildern.
die orangerie war schnell erledigt, in der unteren etage gabs noch bilder von cezanne, renoir und konsorten, die ich fast alle gerne angeschaut habe.
danach gings zurück ins kino. ich schaute mir "a kings speech" an und war eigentlich auf eher mäßige unterhaltung gefasst. aber nein, nach black swan und true grit ist auch dieser film ganz wunderbar gelungen. ich hätte ihn mir lieber auf dem sofa, mit einer decke und jemand liebes daneben angeschaut, als mit 200 anderen pärchen. der film hat alles, was man braucht: tolle, witzige dialoge, die sehr zielgenau treffen. eine sehr gute story mit viel taktgefühl umgesetzt. keine liebesgeschichte an sich, dafür ein tolles liebespaar, das königspaar. spannung und einblick in intime ängste. persönlicher wachstum. und eine tolle kulisse. es wird kein film sein, wie biutiful oder dans ses yeux, oder andere filme, die ich immer und immer wieder anschauen könnte, wie ein gelungenes gemälde.

nun bin ich wieder zuhause und denke an die zukunft, immer an die zukunft.

Samstag, 26. Februar 2011

all & everyone













ja, ich bin immernoch in paris. ich habe beweisfotos gemacht.
ein monat noch. 4 wochen. 28 tage. ich hab keine lust mehr. ich will in meine eigene wohnung, ich will wieder studieren. ich will, dass es vorwärts geht.
heute: das übliche programm. ein nutellareiches frühstück, lange im bett rumliegen, lange und noch länger duschen. dann habe ich einen erneuten anlauf gemacht, um ins musee nationale dart moderne de la ville paris reinzukommen. samstagnachmittag und jaaaa, keine schlange. ich bin direkt in die permanente ausstellung gegangen. ich bin eher schnell durchgeschlendert, auch wenn mir der kubismus gefällt. der rest, ach naja, moderne kunst halt. einiges war sehr inspirierend (hm aber nur inspirierend wofür?) anderes, hm moderne kunst. ich mochte das feeling.
samstag ist inoffizieller pärchentag, auch in paris. also überall pärchen. in der métro, im musuem, auf dem fußweg, an der bushaltestelle. egal welches alter, welche kombination aus geschlecht, rasse, alter, es gab alles. meiste zeit hatte ich also kopfhörer auf und hab in die ferne geschaut oder meine füße angestarrt. andere beim vorspiel anzuschauen ist nicht so mein ding. jedenfalls nicht wenn es in der metro stattfindet. wobei....
naja dann bin ich ins kino gegangen und auf dem weg dahin habe ich tatsächlich, zum ersten mal in meinem pariser aufenthalt, eine metrostation verpasst. ich hörte zum 147 mal "run for love" von joan und dachte mir noch so, du musst aufpassen, du bist heute ganz schön am träumen. ich träumte so einige stationen lang, bis mir auffiel, dass wir schon ganz schön lange fuhren. zum glück fuhr die bahn eh in die richtige richtung.
im kino war natürlich die hölle los und weil der film "true grit" gerade angelaufen ist, kritikerliebling, und ach naja, liebling von allen, gab es eine halbe stunde vorm offiziellen beginn bereits eine schlange. letzendlich war das kino voll, ich glaube, es passen so 400 leute rein. der film ist super, sehr gut gemacht, nicht ganz so meine domäne und mit coen typischen sonderbaren momenten. aber ich hab mich unterhalten. bzw ich wurde unterhalten. danach aß ich ein überteuertes sandwich, nur um den moment hinauszuzögern, wieder zu hause zu sein. denn die familie hat besuch, das ist nicht schlimm, ist ja wie inner wg hier.

nun sitz ich hier, samstagabend, in paris. jung, single, make up ist drauf. igendwas läuft doch schief.

Mittwoch, 23. Februar 2011

run for love























zur zeit läuft alles gut und ich sehe keinen sturm aufkommen. ich bin im geiste bereits wieder in oldenburg und nehme paris selbstverständlich hin und interessiere mich kaum noch für diesen ort. denke an meine beiden zimmer, wie ich sie einrichten werde, daran, wie die katzen sich wohl einleben wird, denke daran, wie die kurse werden und ob ich das hinbekomme, zweimal die woche um 6 uhr aufzustehen. alle meine postfächer werden hundertmal am tag überprüft. ich will zurück. ich habe genug von diesem asketischem leben hier. paris ist schön, aber zu steril. leben ist anderswo.

diese woche sind ferien und ich genieße die zeit mit gabriel. ich schlafe lange morgens, frühstücke dann mit ihm und mache einen nutellatopf nach dem anderen leer. dusche lang und lass ihn stundenlang alleine spielen, er vertieft sich in seine playmobilwelt, während ich chatte, wäsche lege oder koche. höre laut musik und singe mit.
er wird immer anhänglicher, das ist ganz normal aber dennoch berührt es mich.
heute sind wir zu dem ort gefahren, dessen namen bzw bezeichnung ich nie zu übersetzten weiß. das ist ein riesengebäude, in dem sich die wissenschaft spielerisch vorstellt. leicht zugänglich, interaktiv, modern und unglaublich interessant. es macht viel spaß, zumal gabriel sich außergewöhnlich gut konzentrieren kann und den dingen zeit gibt. also nicht sofort wegrennt, wenns ihm nicht schnell genug geht. das mach ich eher ("ah die labern nur rum, lass uns was lustiges suchen"). zuerst besuchten wie eine ausstellung zu dem thema science fiction und meine güte, ich hätte ja nie gedacht, wieviele science fiction filme ich kenne und auch mag. danach irrten wir ein wenig im thema "akkoustik" herum, um danach noch einen abstecher in die ausstellung zum thema "energie" ging. was ich dort besonders toll fand, wie wohl alle: es gibt da diese großen tische, die touchscreens sind. wie ein riesen iphone. bloss mit ultracoolen spielen. eigentlich drücken einfach alle nur wild drauf herum, aber ziemlich cool.
ich habe viel die tafeln für blinde fotografiert, habe sie mit geschlossenen augen abgetastet, unfähig, mir die bilder vorzustellen, die dargstellt worden sind.