Mittwoch, 22. Dezember 2010

the girl in the green dress.

summer day from jeana sohn on Vimeo.




ich find das video gar nicht mal so toll. ich mag die musik. und ich mag, dass es mich träumen lässt. davon, wo und wie ich später mal leben möchte. es erinnert mich an warmen sand und heiße sonnenstrahlen. ich denke an sehr kurze röcke und nackte arme. möchte leinenschuhe tragen und auf felsen klettern und den warmen wind in meinen (viel zu kurzen) haaren spüren. mein wunsch: wieder am meer wohnen. an einer küste. in einer pastellfarbenen wohnung. ich möchte liebe, strand und sommer. das ist doch nichts besonderes, das ist doch nicht zuviel verlangt?
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ich habe schmerzen im rechten lungenflügel (ich schätze mal, dass eine rippe leicht angerissen ist) und bin den ganzen tag müde. ich hänge hier mit gabriel rum und lese viel. kann mich nicht viel bewegen und abends falle ich gegen 10 uhr todmüde ins bett. in zwei tagen ist weihnachten. wird mein flug gehen? ich freue mich auf den urlaub. denn mir fällt die decke auf dem kopf. ich brauch abwechslung, ich brauch alkohol und zigaretten und gespräche mit freunden. und keinen 9-jährigen der sich weigert, multiplizieren zu lernen.

Samstag, 18. Dezember 2010

kdooos


eine woche vor weihnachten und meine geschenke stehen, so gut wie. es fehlen noch ein paar kleinigkeiten, die werde ich aber erst kurz vorher einkaufen. dieses jahr fiel es sehr leicht, geschenke zu finden. paris bietet soviel und ich habe geld wie heu ^^. so bekommt ihr alle, die mich im dezember sehen werden, eine kleinigkeit aus paris. auf dem bild erkennt man nicht viel, deswegen müsst ihr euch überraschen lassen!

ich verbringe meine zeit mit shoppen. gut die letzte zeit war ich krank. ziemlich krank. und ich habe immernoch heftigen husten, den ich hier unterdrücke, denn meine gasteltern waren super genervt davon, dass ich so krank war (obwohl sie rein nichts damit zu tun hatten und ich gearbeitet habe wie immer). naja das ist ein anderes thema. aber die stunden die ich diese woche draussen war, die hab ich mit einkaufen verbracht. wenn man keine freunde oder anderweitige soziale kontakte hat, dann ist das geld und die verkäuferin im laden, das einzige, was einen aufmuntern kann. denn schliesslich werde ich ja auch noch auf der arbeit und als aupair mies behandelt.
desweiteren war ich heute im bansky fim! und oh enttäuschung, dreiviertel des filmes geht es gar nicht um ihn! dennoch sehr unterhaltsamer und informativer film.
ansonsten. die uni ist nun zuende, nach den ferien gibt es nur noch klausuren. es schneit hier sehr viel. und dennoch riecht es in meinem zimmer wie "après la pluie".

Montag, 13. Dezember 2010

is this amazing or is this amazing?



die ersten beiden male hat es spaß gemacht, beim dritten mal nervt es dann doch ein wenig.

Freitag, 10. Dezember 2010

nachdem ich nun zwei tage quasi nur geschlafen und gelesen habe (und etliche stunden im netzt gesurft habe, versteht sich von selbst), ich mich zudem mit so ein paar schmerz-und grippetabletten zugeschüttet habe, fühle ich mich doch tatsächlich endlich mal wieder besser! obwohl ich dermaßen gut ausgerüstet bin für den winter, ich also quasi nie friere wenn ich draussen bin, hat mich die grippe doch erwischt und gabriel auch. ich hoffe, die medis schlagen richtig an und ich kann nächste woche wieder richtig an der uni teilnehmen. und mit meinem spanischkurs beginnen, denn ich werde privat unterricht nehmen. wir müssen nur noch einen geeigneten termin finden. desweiteren beschäftige ich mich mit der frage, wohin ich mit meiner katze soll. da ich ende dezember mein wg-zimmer auf freundlichen bitten hin räume, möchte ich auch frau paula dort rausholen. mir bricht es das herz, sie umzupflanzen, das wird sie sicher unglücklich machen. und danach wird sie mich vergessen haben, wenn sie nicht tiefes misstrauen mir gegenüber entwickelt haben wird.
ich habe mich diese woche intensiv mit weihnachtsgeschenken auseinandergesetzt und zahlreich hübsche sachen gefunden. ich hab eine weitere hausarbeit wiederbekommen, ebenfalls mit 12 punkten (von 20). das ist okay, ich habe mich sehr rumgequält beim schreiben und nicht viel erwartet. ich schreibe an zwei weiteren arbeiten, sie gehen mir nicht gerade leicht von der hand.
ich bin derzeit sehr abgelenkt, vieles beschäftigt mich. ich war zudem in einer ausstellung (das thema überhaupt derzeit in der stadt): andrée putmann, war nicht so mein fall und habe einen film gesehen, "potiche", irre witzig. ich hab so einige bücher gelesen, was mich sehr zufrieden machte. und gabriel versuche ich weiterhin multiplizieren beizubringen. er ist nach wie vor sehr verwöhnt und wird seit wochen mit geschenken überhäuft, da er geburtstag hatte, vor einem monat und nun bald weihnachten ansteht. ich versuch das zu ignorieren, nicht zu kommentieren und konzentriere mich weiterhin auf das problem der multiplikation. dieses wochenende wollte ich in schwanensee gehe. einfach, weil es sonntagnachmittag in der opera bastille gespielt wird.
die zeit rinnt mir zwischen den fingern, habe ich das gefühl. ich frage mich, ob ich es noch in die monet-ausstellung schaffen werde. und so etliche andere sachen, wollte ich doch anschauen. und jetzt bin ich auch noch krank. da paris auch noch stillgelegt worden ist durch viele centimeter schneefall, sollte ich das wochenende eigentlich im bett verbringen. mal schauen.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

es ist nicht so, dass ich nichts zu erzählen hätte. oder dass mir eindrücke fehlen würde. oder gedanken, die ich gerne aufschreiben würde. es gibt tausend sachen, die ich notieren möchte. aber seit sonntag bin ich abends zu nichts mehr fähig. ich bin total ausgeknocked. ich bin den ganzen tag auf den beinen. und wenn ich sitze, dann ist mein gehirn am arbeiten. hinzu kommt die kälte, der schnee, das graue wetter. hinzu kommt die sprache. hinzu kommen die weiten strecken, die vielen treppen die ich abgehen muss. den haushalt den ich führe. das kind, welches ich erziehe. das studium, das ich verfolge. die stadt, die ich jeden tag aufs neue entdecke.
ich bin müde, zutiefst erschöpft. mir gehts gut, ich hab die meiste zeit super laune. vielleicht ist es das, was ich mich so erschöpft: wenn ich zufrieden bin, dann kann ich nicht ruhig sitzen. dann renne ich voller motivation herum. und gehe von der uni in eine galerie davon aus gehe ich shoppen dann gehe ich arbeiten. wenn ich schlecht drauf bin, führen all meine wege ins bett. denn wie thomas von aquin schon sagte(klingt das nicht intelligent, ihn hier so zu zitieren? en fait, er war in meinem adventskalender versteckt...):

Fünf Heilmittel gegen Schmerzen und Traurigeit: Tränen, das Mitleid der Freunde, der Wahrheit ins Auge sehen, schlafen, baden.

Samstag, 4. Dezember 2010













es schneit draußen dicke flocken, das schneechaos ist über frankreich eingebrochen. in deutschland auch? ich hab das haus für mich alleine, die familie ist in strasbourg. ich weiß noch nicht so recht was mit diesem freien tag anzufangen, ich tu mich sehr schwer, mit entscheidungen in letzter zeit. ich muss soviel entscheiden. oder einfach erledigen.

gestern war ich im carrousel du louvre. dort fand eine ausstellung statt, eher eine messe, zum thema handwerkliche Kunst also kunsthandwerker. es war wie in einer großen schönen boutique herumzuschlendern, die dinge waren kostbar, künstlerisch, einzigartig, aber auch praktisch, zum tragen und anfassen, zum kaufen. ich habe mich in ein ring verliebt, ihr seht ihn ganz gut auf dem bilnd mit den riesengroßen ringen, da ist einer ist einem altrosa. er ist aus ton und teuer. vielleicht ein weihnachtsgeschenk? die schöpferin hat schon mit so großen marken wie victorias secret, rykiel und anderen zusammen gearbeitet.
ich durfte nicht viele fotos schießen, aber ich hab mir viele kärtchen mitgenommen ^^. es gab noch möbel, hüte, kleidung, vasen und andere skultpuren, sehr viel schmuck und lampen zu sehen. die kreativität und die einzigartigkeit dieser handwerker stand dabei im vordergrund.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

un baiser, s'il vous plaît*



eigentlich habe ich keine lust was zu schreiben. ich setzte oft an und es gefällt mir nicht. das passiert immer, wenn ich schlechte laune hab. dann missfallen mir auch meine eigenen worte.
warum ich schlechte laune habe? weil ich in einer hausarbeit nur 12 von 20 punkte habe (die frz noten gehen bis 20, wobei 18 sowas wiene 1 und 11 eine 4 ist, denke ich). der durchschnitt lag bei knapp 11. warum überrascht es mich eigentlich? gut, ich hab zwar 90% von dem, was er für wichtig hielt, in meinem text erwähnt. und nicht, dass ich dachte, dass es was ausmachen würde, dass ich nur einen rechtschreibfehler habe. oder dass ich das ganze buch kannte, aus dem der ausschnitt kam und ich somit zwischendurch bezüge herstellen konnte (die form, stephanie, die form!!!). nein eigentlich sollte es mich nicht überraschen. denn meine noten waren schon immer durchschnittlich. die klausuren im sommer: ich hatte immer genau die durchschnittsnote, sei es 2,3 sei es 2,7. oder meine abiturnote. 2,6 ist der absolute durchschnitt. wenn alle eine eins im essay haben, habe ich auch eine. ich bin zu ambitioniert für das wenige talent was ich zusammen tragen kann, vielleicht ist es das. aber wer will schon mittelmäßig sein? ist es das, was ich irgendwann, nach viel arbeit entdecken muss, dass ich nur mittelmaß bin und alle was ich produziere ebenso durchschnittlich ist? ich habe gar keine lust, irgendetwas zu machen, weil mich der anblick des ergebnisses nur erschrecken würde. es gibt menschen, die leisten, produzieren, erschaffen, stellen nie etwas her, weil sie angst haben, dass es nur mittelmäßig sein könnte, nicht schlecht aber eben auch nicht bemerkenswert. die bücher sind voll von diesen wesen, die sich der kreation verweigern. es gibt viel mehr davon in der literatur, als helden, ist mein eindruck. vielleicht setzten wir uns dadurch mit einer urtiefen angst auseinander: wenn wir nichts herausragendes leisten, bleiben wir nicht in erinnerung, mit unserem tode wird alles sterben, alles, und niemand wird je wissen, denn nichts erinnert daran, dass wir gelebt haben. damit verliert das ganze leben auf einen schlag seinen wert, denn es überdauert nicht. es verschwindet in dem moment, in dem es entsteht.


*Titel eines Filmes von Emmanuel Mouret, der mich heute mit seinem charme, seinem humor, seiner originalität auf andere gedanken gebracht hat

Mittwoch, 1. Dezember 2010

punaise



Gestern haben wir einen wirklich schlechten Film auf meinem wunderschönen Macbook gesehen. „Der Polarexpress“. Ein computeranimierter Film („mit echten Menschen!“ so Gabriel) mit und von Tom Hanks. Dieser agierte als Moralinstanz und Kontrolleur des Zuges, den eines Nachts einen kleinen ungläubigen Jungen am Straßenrand aufgabelt. An was glaubt er nicht? An den Weihnachtsmann. Konkret: Daran, dass es der Weihnachtsmann ist, der die Geschenke bringt. Darum geht es in diesem Film: Wer bringt die Geschenke. Was ist Weihnachten nach diesem Film? Ein Gemisch aus amerikanischen Songs („Jingle Bells“ „Oh Tannenbaum“), amerikanischen Stars (Tom Hanks, Steve Tayler) und Geschenken. Der Zug geht also Richtung Nordpol, mit so einigen anderen kleinen Kindern. Für die Quote gibt es ein dunkelhäutiges Mädchen, das in den entscheidenden Momenten Mut aufbringt um eine weibliche starke Rolle zu zeigen (Mädchen können ja so taff sein) und in den anderen Momenten die Augen zukneift, damit der Held Held sein kann (Jungs sind ja so viel mutiger als Mädchen). Es gibt da noch den Klugscheißer (erinnerte mich sehr an Gabriel, der sich wohl eher mit dem Helden identifizierte, ich wollte ihn nicht verletzten) und, weil es Weihnachten ist, denken wir alle auch eine Runde an die, die nichts haben, sprich es gibt einen armen kleinen Jungen. Es folgen ein paar Abenteuer, was man sich alles für einen Scheiß mit einen Zug ausdenken kann!!! (siehe auch den aktuell laufenden Film „Unstoppable“) Auf dem Wagon lebt ein Geist und in einem anderen Wagon leben die weggeworfenen Spielzeuge (kein Weihnachtsfilm ohne die pseudoökologische Mahnung, mit dem Materiellen besser umzugehen!!!) und geführt wird der Zug von zwei Hampelmännern. Irgendwann, nach so einigen Pannen, kommen sie dann am Nordpol an, bereit zur Zeremonie: das erste Weihnachtsgeschenk wird vergeben, von the King himself. Und da kommt der ganze Kult in seine gepressten Form zutage. Tausende Elfen jubeln wie auf einem Konzert (was es dann später ja auch wird, die Rolling Stones treten auf) und eifern hysterisch dem Moment zu, auf den sie das ganze Jahr gewartet haben: der Weihnachtsmann steigt auf seinen Wagen. Vorher verteilt er das erste Geschenk. Alle kreischen, alle wollen der Auserwählte sein, aber wir wissen von Anfang an, wer es sein wird: der Held, der nicht glaubt, wird zum Gläubiger, eine tiefe Offenbarung eröffnet sich ihm, alles wird ihm auf einmal klar, ein Wunder passiert, Halleluja, er glaubt, er nimmt teil, er stellt keine Fragen mehr, er sieht was die anderen sehen: der Weihnachtsmann verteilt die Geschenke. Puh, wäre das geschafft. Wie traurig wäre es nur gewesen, wenn der Junge wirklich bei seiner Wahrheit geblieben wäre, nämlich dass die Geschenke in Wahrheit von seinen Eltern gekauft und unter den Baum gelegt werden, dass die Geschenke aus der großen Einkaufshalle kommen, sie massenweise in der Fabrik produziert wird, in dem womöglich der Vater oder die Mutter von dem armen Kind arbeitet (wenn die Fabrik nicht schon längst zerlegt und verlegt am anderen Ende der Welt ist, wobei dann die Eltern arbeitslos wären) und dass er nur deswegen soviele Geschenke hat, weil eben dieser Vater oder diese Mutter zu einem Hungerlohn arbeiten, um die Produktionskosten so gering wie möglich zu halten, um den Preis zu senken, um soviele Käufer wie möglich anzulocken, um den Profit so hoch wie möglich zu halten?
Nein, das arme Kind lernt: Freundschaft ist das größte Geschenk (hätten wir auch das abgehakt). Damit speist der Weihnachtsman das Kind ab und geht über zum wichtigeren: dem Helden klar machen, woher die Geschenke kommen.
Tom Hanks hat seine Mission erfüllt, dem Jungen den Glauben an Weihnachten zurückzugeben. Woran da man genau glauben soll, kann ich auch nicht sagen. Denn da ist nichts.


Heute war ein normaler Mittwoch. Ich merke, wie ich immer öfters in kleine Diskussionen mit Gabriel gerate, weil mich Sachen an ihm nerven. Das ist nicht gut.
Heute abend hatte ich ein langes Gespräch mit Elisabeth und war schön! Sie hat mir gesagt, sie würde sich freuen, wenn ich länger bleiben würde, sie haben mir schon öfters zu verstehen gegeben, dass ich ruhig länger bleiben kann. Andere kriegen in meinem Alter oder eher, Angebote für eine Festanstellung und das soll mein Äquivalent sein?

Dienstag, 30. November 2010

ce ki ca??



Saudek

jeden tag nehme ich mir vor, die freie zeit nach der uni zu nutzen, um in ein museum oder eine galerie zu gehen. aber ich bin schon immer froh, wenn ich das seminar durchgestanden habe. nicht nur mir gehts so, meine banknachbarin nickte auch immer wieder ein. nach einem kaffe konnte ich wenigstens meine augen offen halten. wenn man sich einmal angewöhnt hat, im unterricht schlafen zu können, ist es echt hart sich das wieder abzugewöhnen. heute war der kurs über die mittelalterliche literatur. und wie genau wir das durchnehmen! 3 stunden die woche plus aufwendige hausaufgaben, das ist wirkliches studieren.
heute nachmittag habe ich nach zeichen-und modelierkurse in paris gesucht. aber so einfach ist das alles nicht. gabriel meinte, ich soll das einfach bei googel eingeben, da hätte ich dann den kurs.
erst einmal muss man eine gute suchtechnik besitzen. systematisch vorgehen und sich genau überlegen, was man möchte! nicht zu wählerisch sein, gleichzeitig bedingungen stellen. ich schätze mal, es gibt an die 100 ateliere in paris, in denen man zeichnen, malen und modellieren lernen kann plus zich andere handwerkliche dinge. ich bin zeitlich eingeschänkt, es geht nur ab halb zehn und um halb vier spätestens muss ich den kurs verlassen. zudem ist meine schmerzgrenze bei 200 euro. da ich die einschreibung für die kurse von den rathäusern (so vhs ähnlich würde ich sagen) verpasst habe und es da auch echt kompliziert ist ranzukommen, muss ich diesen preis halt zahlen. nun, als oldenburgerin denkt man, mit 200 euro für noch nichtmal drei monate kurs, da müsste man etwas schönes finden...pustekuchen. also ich hab etliche seiten abgeklappert, man muss für ein trimester, was zwischen 10-12 sitzungen a 2-3 stunden beinhaltet, fast immer so um die 400 bezahlen. ich hab ein paar kurse gefunden, die mehr für weniger anbieten, aber die liegen zu meinem pech in den abendstunden. dann habe ich tatsächlich ein angebot gefunden, da kann ich für 200 euro 6 sitzungen (zu je 3 stunden) mir frei was aus dem programm wählen. à la carte. das wären 11 euro die stunde. das ist okay. ich hab angebote gesehen, da musste man 30 euro die stunde zahlen. ich hab die angeschrieben und sie hat mir sofort geantwortet, ich ruf da mal morgen früh an. ich hab noch andere kurse angeschrieben, die teilweise billiger sind. 80 euro für einmal die woche freies arbeiten mit einem model. das würde ich vielleicht zusätzlich nehmen. hmmmm....jedenfalls freue ich mich, wenn das klappt. ich muss die leeren wochen irgendwie füllen. denn mitte januar ist die uni zuende. im februar bin ich zwei wochen beschäftigt, dann kommt besuch, dann ist auch schon mitte märz. mich ärgert es, dass ich meine urlaubswoche im februar dazu nutzen muss, um nach deutschland zu fliegen. um mir eine wohnung zu suchen. meine eltern werden sich auch fragen was das soll, die haben für sowas kein verständnis, da kann ich doch gleich in deutschland bleiben? wenn das so einfach wäre.....

Montag, 29. November 2010






ich bin erst gegen 3 uhr eingeschlafen. ich dachte zuerst, heute morgen, ich würde den tag dennoch überstehen, aber als mir dann in der metro furchtbar übel geworden ist und mir abwechselnd heiß und kalt wurde und ich angst hatte, jeden augenblick mich zu übergeben oder das bewusstsein zu verlieren, vielleicht sogar beides gleichzeitig, quälte ich mich zurück in mein bett. da gings mir auf einmal wieder gut. ich schlief.

nachmittags machte ich einen spaziergang durchs verschneite joinville, entlang der marne. holte gabriel ab und als wir vorhin hausaufgaben gemacht haben, wurd er unaustehlich und ich schickte ihn auf sein zimmer. jetzt kommt das gespräch mit seiner mutter. ich mag gabriel derzeit nicht. soviele eigenschaften an ihn, die stark ausgeprägt sind, machen ihn in manchen momenten unausstehlich.

Sonntag, 28. November 2010

vegan day






gestern bin ich warme klamotten einkaufen gegangen. nichts anderes hat mich motiviert, aus dem bett zu steigen. natürlich bin ich jetzt wieder so gut wie pleite, denn zwischen einem schönem kleid und die aussicht, mir in der woche extraessen kaufen zu können, da siegt das kleid, immer.
das kleid gab mir dann wiederum heute die motivation, mich zu duschen und in die bahn zu steigen, um ins 20 arrondissement zu fahren, denn dort wurde der vegan day gefeiert. vegan bedeutet der komplette verzicht auf tierische elemente in seinem leben. ich lebe nicht vegan, aber eher aus inkonsequenz, weniger aus mangelnder überzeugung. umso besser ist es, diese veranstaltung zu nutzen, um sich ein wenig motivation (wie ihr seht, dreht sich bei mir sehr viel um motivation) und anregung zu holen. aber auch zu schauen, wie die pariser vegan scene so ist.

also es war recht viel los und auch sehr viel geplant. drei etagen. in einer etage war das kochstudio. in einer anderen waren stände von anbietern veganer produkte und im club unten treten heute abend vegane bands auf. ich hab mich hauptsächlich in der oberen etage aufgehalten. dort waren ua lush zu finden, sowie kleiderhersteller und natürlich jede menge firmen die veganes essen verkaufen. man konnte viel probieren, so einiges kaufen. dann gab es auch hier eine bühne, auf der laufend programm stattfand. ich saß insgesamt zwei stunden dort und es war sehr unterhaltsam! zuerst stellte eine amerikanerin ihr buch vor, dass sich ums vegane aber stylische leben und reisen dreht. danach gab es eine modenschau mit veganen klamotten, die sehr cool waren. dann trat ein monsieur auf, aus new york, der sehr süß war und dessen harrschnitt ich mir vielleicht klaue, der machte eine präsentation über vegane mode. nicht ohne vorher darauf hinzuweisen, was in der aktuellen modebranche schiefläuft.

auf dem nach hause weg fiel mir auf (neben dem heruntergekommenden zustand des viertels, liegt ja auch fast schon im norden paris...)dass alles gar nicht mal so öko-hippiemäßig mit militanten einschlag war. nein im gegenteil, die meisten sahen normal aus, stylisch wie die pariser nunmal sind, einige punks und hippies, das alter war so durchschnittlich 30. da es an veganer gerichtet war, wenn auch an interessierte natürlich, gab es so gut wie keine aufklärungselemente oder krasse aufrufe, wie man es bei einer peta oder greenpeace veranstaltung erwarten würde. nein, es herrschte der konsens, vegan leben ist absolut berechtigt, dass ist nichts in frage zu stellen, es geht um die praktische seite des lebens. wie kann ich in einer fremden stadt, auf reisen, vegan essen? wo kann ich coole und schöne klamotten finden, die komplett tierfrei sind, deren hersteller auch einen reinen hintergrund haben, das gleiche für kosmetikhersteller, lebensmittelproduzenten ect. das mochte ich. ich habe mich verstanden gefühlt, ich habe gedacht, wow, hier sind mal menschen, die wirklich nachdenken. und handeln, ohne dabei aus der masse herauszufallen, ohne dafür seinen sitznachbar in der uni damit zu nerven. niemand diskutierte herum, sondern es war vieles sehr konkret und lebensnah.

home is where it hurts


ich hab die letzten tage nichts geschrieben, weil ich nachgedacht habe. wenn ich nachdenke, dann kann ich nicht schreiben. schreiben ist bei mir immer ergebnis eines denkprozesses. es gibt monate, von denen findet man von mir kein geschriebenes wort. jedenfalls nicht viel, nichts zusammenhängendes, nur fragmente, die auch für mich rätselhaft bleiben. dennoch habe ich in der zeit intensiv nachgedacht, habe mich entwickelt. ich kann nur danach schreiben.

was mich so beschäftigt hat, dass ich nicht mehr essen und schlafen konnte? dass ich eine kaffeleiche wurde, deren glasaugen leben imitierten? was wohnt da ab nun in meinen kopf, was alles verdrängt, mich vergesslich macht, aber nur die wichtigen, schönen, alltäglichen dinge vergessend? die banale tatsache, dass, wenn ich zurück nach oldenburg geh, ende märz, nicht zurück in meine alte wohnung gehen werde. ein weiterer umzug steht an, ich werde wieder in ein neues zimmer, in eine neue straße, ein neues viertel ziehen. die stadt bleibt die gleiche. weder hier zuhause, noch dort.

Mittwoch, 24. November 2010


manchmal ist das einzige, was hilft, ein heißes bad. um den stress, die krankheit, die sorgen, die bösen worten, die verletzenden gesten abzuwaschen. um sich für ein paar minuten daran zu erinnern, was man ist: ein körper, der genährt und gepflegt werden will.

Dienstag, 23. November 2010


der test gestern lief nicht so gut. erstens, habe ich die thematik anscheinend doch nicht zu 100% verstanden. zudem wurde eine detailanalyse verlangt, für die man eigentlich muttersprachler sein muss. und letzendlich habe ich auch nicht alles gelernt, ich habe an einigen ecken gespart. und zack, genau das wurde abgefragt. vielleicht habe ich gerade noch so bestanden. aber immerhin habe ich es durchgezogen! durchgezogen habe ich letztendlich auch meine hausarbeit für den mittelalterkurs. ich glaube, so schlecht ist sie nicht geworden. aber ich tue mich nach wie vor schwer mit diesen texten. im gleichen kurs haben wir heute unsere geschichten zurückbekommen, die wir schreiben mussten. bei mir hat sie notiert, dass mein stil dynamisch ist, dass zwar fehler in der grammatik und rechtschreibung vorhanden sind, ich habe im großen ganzen das recht gute beherrsche. sie fand meine umsetzung gut und die moral am ende gelungen. voila. dafür, dass ich mich auch damit herumquälte und irgendein geschreibsel abgegeben habe...
ich hab die letzten nächte schlecht geschlafen. war aufgekratz. zuerst konnte ich im unterricht noch gut mithalten, aber nach 2 stunden in diesem stickigen, feuchten raum mit 40 leuten, da fielen mir wieder die augen zu. ich bin nach hause gefahren. fühlte mich krank, den ganzen tag. hab mich schlafen gelegt.
gabriel nervte rum, zudem, wenn ich kränkel, sehr reizbar bin. ich wollte mir außerdem endlich mal eine karte für den grand palais reservieren, um die monet ausstellung anzuschauen. tja, pustekuchen, aber sowas von. ist alles ausgebucht. die karten werden halbstündlich vergeben, von 8-20 uhr. 6 tage die woche. bis ende januar. es gibt noch eine extraschicht und zwar drei nächte am letzten wochenende der ausstellung. reservieren kann man noch zwischen 1 uhr 7 uhr. nachts, natürlich. son mist. vor einem monat konnte ich noch frei auswahlen. ich habe also vor, an irgendeinem wochentag die uni zu schwänzen und mich um 9 uhr morgens da anzustellen und drauf zu hoffen, dass ich nicht zulange warten muss. selbst schuld.

da auch der november bald zuende ist, muss ich mir allmählich mal überlegen, was ich alles noch dringend in paris erledigen muss. es gibt noch viel zu tun.

Sonntag, 21. November 2010


gestern nacht ist mir eingefallen, dass wir morgen einen test in linguistik schreiben, deswegen bin ich dann doch nicht in die oper gegangen. stattdessen lag ich lange im bett und den restlichen tag verbrachte ich am schreibtisch. ich hab nun alles mehrmals wiederholt, was mir wichtig erscheint und was ich mir auch wirklich merken kann. denn es ist sehr schwer, sich sachen in einer anderen sprache zu merken. finde ich. ich möchte morgen nur nicht durchfallen. eigentlich wollte ich auch an meiner hausarbeit weiterarbeiten, aber die schreibblockade hat mich voll erwischt, ich schaff nur ein teil davon. was ist, wenn ich es nicht abgebe? dann bekomme ich keine note in dem fach. weil ich durchgefallen bin. ich bin mir gar nicht so sicher, was passiert, wenn die erasmusmenschen herauskriegen, dass ich sowenig kurse wirklich zuende mache. aber was soll ich machen, dass ist einfach utopisch was die verlangen.
mein rücken tut weh. ich werd langsam müde. ich hätte rausgehen sollen, das wär besser gewesen für meine psyche. den ganzen tag im zimmer zu sitzen, das tut nicht gut.
ich frage mich, wie es sein wird, wenn ich wieder zuhause sein werde. ich habe irgendwie heimweh, aber ich fühle mich verloren zwischen den welten. nicht wirklich hier zuhause, gerade angekommen, bin ich auch dort nicht mehr wirklich zuhause und schon längst gegangen. es macht mir sorgen. wenn ich zurück komme, wird vieles anders sein. nicht so, wie diesen sommer. und ich werde zwischen all diesen veränderungen sein und mich mal wieder einleben müssen. einen neuen alltag finden. beziehungen anknüpfen. meinen platz finden. warum tu ich mir das nochmal an? wann habe ich behauptet, dass mir sowas spaß macht? wem wollte ich etwas vormachen? was will ich damit erreichen?
warum kann nicht alles einfach mal so bleiben, wie es ist, wenn es gut ist. warum kann ein guter zustand kein ewiger zustand sein? warum muss alles so furchtbar fragil sein. und alles einer ständigen veränderung unterworfen sein.

Samstag, 20. November 2010

wer etwas zeit und muse hat :

http://www.sidneyguillemin.fr/: sehr interessante bilder aus paris. die erste reihe präsentiert ein paris, das auch in krieg hätte sein können. ein gedankenspiel. dann hat er ein paar photos in einem museum gemacht, mit jeweils ein zwei betrachter. ich denke, sie sind gestellt, was sie aber nicht weniger amusant machen. habe ich durch die ausstellung der jeunes talents der sfr entdeckt.

http://www.ericrondepierre.com/: gefällt mir persönlich sehr gut, habe ich heute entdeckt in der ausstellung, kannte schon bilder von ihm. mich berühren seine werke, aber ich weiß nicht warum. wird auch in einer galerie hier in paris ausgestellt, werde ich mir mal anschauen.

Paris Photo 2010











ich wollte gestern schon zu dieser ausstellung hin, aber da war eine sehr lange schlange. also habe ich mir, klug wie ich bin, eine karte im internet gekauft und bin heute nochmal hingegangen. tja, bloss dass dieses mal man nur 2 minuten warten musste. als ich aber aus der ausstellung raus ging, war die schlange wieder sehr lang. ironie.

es ist eine ausstellung der "photographie d'europe centrale" und dauert nur drei tage an, sie findet in einem teil des louvres statt. der schwerpunkt liegt dieses jahr auf die fünf osteuropäische länder. da derzeit auch monat des photos ist, könnte man sagen, die ganze welt der photographie hat sich dieses wochenende auf paris konzentriert. und in der ausstellung ist die konzentration geballt. es sind sehr viele galerien vor ort, die sehr viele künstler präsentieren. das gedränge ist dicht, das hauptklientel sind sehr reiche menschen und hauptsächlich wird englisch und deutsch gesprochen. viele kennen sich untereinander und jeder zweite hat eine kamera in der hand. zuerst habe ich mich etwas unwohl gefühlt, ich hatte mich zwar intuitiv chic gemacht, aber puh, reiche menschen sind ein volk für sich. das problem ist, wie bei fast jeder kunstart, dass man sich zeit nehmen muss, für jedes bild und seine entstehung verstehen sollte. erst dann eröffnet sich das photo in seiner ganzen dimension. da ich aber nur wenig wissen gesammelt hatte und es auch viel zu viele künstler wsind, schaute ich mir die bilder einfach der reihenfolge nach an und suchte mir welche, die mir spontan gefielen, die mein interesse ein wenig fesselten.

einige bilder (vielleicht 3 von 1000) kannte ich und war ganz begeistert, sie in diesem rahmen zu entdecken. die inhalte der bilder variieren stark. ich mag alles, was irgendwie poetisch ist, was eine sehr vage und subjektive eingrenzung ist. so einiges war gephotoshopt, sachen wurden reingescannt. als ich das erkannte, fand ich das zuerst doof. denn an photos ist ja das tolle, dass sie direkt das wiedergeben, was sich auf der anderen seite des photographen abgespielt hat. wir schauen mit seinen augen. aber was ist, wenn dazwischen auf einmal ein zweiter schritt gelegt wird? der das bild, die realität also, verändert? und was, wenn man diesen schritt nicht sieht, weil das ergebnis so echt aussieht? es ist ein spiel.

würde ich nochmal hingehen? ich weiß es nicht. es ist so schwierig mit der kunst. man muss soviel vorwissen haben oder sich halt auf ein objekt intensiv konzentrieren. beides geht nicht immer. literatur, kino, da geht das einfacher, der zugang ist einfacher gestaltet, was natürlich auch daran liegt, dass diese beiden formen ein ganz anderes kommerzielles konzept verfolgen, mit anderen ansprüchen. derzeit habe ich keine lust aufs kino, da gibt es irgendwie nichts, was mich direkt anzieht. stattdessen lese ich wieder mehr. es ist ruhiger. morgen wollte ich schauen, ob ich in die oper gehe. die hochzeit des figaros. dafür müsste ich aber um 13 uhr an der bastille sein. mal schauen, wie meine motivation sein wird.

Donnerstag, 18. November 2010

her morning elegance



ich mag das video. es macht sehnsüchtig.


auch diese woche ist bald zuende.
montag war wie immer. bloss dass gabriel nun supermariogalaxy zwei hat und wir ganz gespannt und aufgeregt es begonnen haben zu spielen. ich, als spieler zwei, kann nun nämlich viel mehr machen, als nur die gegner zu elektrisieren, nein ich kann sie töten. ich kann sachen einsammeln und noch mehr dinge elektrisieren. super oder? wer träumt nicht von so einer beförderung.
dienstag habe ich viel geschlafen. die nacht zuvor lag ich mehrere stunden einfach wach. ich weiß gar nicht mehr, was ich da die ganze zeit gemacht habe...naja dementsprechend müde war ich in der uni. habe kaum was aufgenommen. bin nach hause gefahren und habe geschlafen.
mittwoch war sehr stressig. gabriel hat ein volles programm. ich muss alle drei mahlzeiten machen und aufräumen und mich um die wäsche kümmern. das ist alles noch relativ wenig arbeit, da es sich um eine kleine familie handelt. zwischendurch habe ich dann an meinem aufsatz gearbeitet, der mir bereits besser gefällt. ich dachte, ich müsste ihn morgen abgeben. ist aber gar nicht so.
heute morgen habe ich aus irgendwelchen gründen beschlossen, dass es besser wäre, mich nochmal schlafen zu legen, anstatt in die uni zu gehen. ein kurs fiel eh aus, der andere hätte mich schon interessiert. ich dachte aber, ich müsste noch soviel für die hausaufgaben tun. ich schlief bis ein uhr einen sehr schönen weichen warmen schlaf.

wir spielen sehr viel supermario und es erinnert mich daran, wie ich klein war und wir zuhause die erste konsole hatten und meinem bruder stundenlang dabei zugeschaut haben, wie er die level durchgespielt hat. so einiges von der musik, von den gegnern, also viele elemente finden sich in den modernen spielen wieder. das ist ein sonderbares gefühl. zumal ich es gabriel nicht begreiflich machen kann. wozu auch?

ich habe heute 5 minuten lang überlegt, ob ich nicht ein praktikum hier in paris machen sollte. hab mir angebote durchgelesen, die sehr spannend klangen. aber dann waren diese 5 minuten vorbei und gabriel war mit dem duschen fertig.

morgen wird ein voller tag sein. erst uni, dann wollte ich ins museum, dann arbeit.

Sonntag, 14. November 2010

Centre Pompidou








heute war ich irgendwie motiviert. lag wohl daran, dass es endlich mal nicht geregnet hat. ich wollte mir eine ausstellung über das frz kino anschauen, aber irgendwie habe ich mich wohl vertan. also ging ich in andere ausstellungen und war eher genervt. in der ersten, von saâdane afif (preisgekrönt), stand ein angeblicher sarg mit einem model des museum. an den wänden haben sich n paar künstler zum thema "schwarzen humor" geäußert. dann waren da noch ein paar große bolzen, die angestrahlt wurden. puh war das öde. ich mag es nicht, wenn ich erstmal 10 seiten erklärung für ein kunstwerk brauche. im raum neben an, fand man kunst von gabriel orozco. genauso öde, bloss dasses mehr zu sehen gab. die fotos waren ganz interessant. der rest. also gefüllte socken, ein schuh, ein angemalter totenkopf, ein ast an dem pflanzliche blätter neben papierblätter hingen, ein farhstuhlraum, ein sonderbares auto...ja ganz toll, super sache. also wenn man diese sachen in ihrem kontext betrachtet und wenn man weiß, was der künstler sich dabei gedacht hat....und in büchern sieht das alles auch immer sehr interessant aus! bloss mensch war ich gelangweilt. zum glück war der eintritt frei.
ja super, da stand ich also nach drei gescheiterten ausstellungen. ich dachte, wenn du schonmal hier bist, kannst du dir auch die restlichen sachen anschauen, auch auf die gefahr hin, dass sie genauso enttäuschend sind. ich fuhr also ganz nach oben, zu der ausstellung von arman. keine ahnung, worum es da ging, aber es gab ne riesenschlange. also es ging um abstrakte kunst. das gefiel mir schonmal. dann kam ein raum, wo man müll fand. ja tatsächlich, sowas gibt es wirklich. müll von verschiedenen menschen. weibliche torsos gefüllt mit müll. müll in so einer hartengewordenen flüssigkeit. videos über müll. als ich dann weiterging, kam der teil von den zerschnittenen musikinstrumenten. und da sind teilweise wirklich schöne sachen dabei. sie sind auch wirklich interessant, da sie provozieren, denn eine violine oder ein cello oder gar ein klavier in stücke zu schneiden, sie durcheinanderzuwerfen, sie anzumalen um dann sie dann auf einer leinwand zu kleben, das ist irgendwie barbarei. man möchte doch den klang hören. aber das geht nicht mehr. ich hab heimlich fotos gemacht. von der geschichte mit den tuben dachte ich wirklich: wow das gefällt mir. und nicht dieser andere quatsch.
dann ging ich nochmal in die ausstellung über frauen in der kunst. denn es nervt mich total, wie frauen von männern benutz werden. wie sie immer nur als körper dargestellt werden. ich habe mir überlegt, wenn ich mich mal langweilen sollte, gehe ich ins louvre und fotografiere alle nackten frauen. vielleicht speziell ihre brüste. das wäre dann mein kunstwerk, meine ansicht zum thema feminismus.
ich entdeckte auch ein paar neue sachen, nancy spero hat ausgestellt. kennt ihr nicht? ich auch nicht. und ich fand es auch gar nicht interessant.
ich ging dann noch in eine ecke, in denen bilder hingen, die ich mochte. es sind große leinwände auf denen ganz krakelig mit bleistift sachen wie: "angst, schmerz, der geruch eines gequälten tieres, hitzewallungen" standen. und dabei ganz einfache zeichnungen, von blutigen händen, von eierstöcken. die bilder haben etwas poetisches. leider weiß ich gerade von den bildern nicht die künstlerin. hab ich irgendwie vergessen.
jetzt quäl ich mich weiter mit meiner hausaufgabe herum.