Samstag war ich im Parc Bercy. Dieses Wochenende ist Fetes des Jardins gewesen. Es gab deswegen verschiedene Aktionen, die mich alle nicht interessierten. Ich schaue Blumen gerne an, aber für ihre Pflege interessiere ich mich zero. Ich war schon vor 14 Uhr da, das bedeutete, der Parc gehörte mir allein! Je tiefer ich hinein ging umso verzauberter war ich. Die Sonne schien, die letzten Rosen hielten ihre Köpfe starr empor. In manchen Ecken hielt sich noch der Sommer versteckt, ganz heimlich. In manchen dominierte bereits der Herbst. Dieser Monat war ein langsamer Abschied von einem sonderbaren Sommer. Sonntag hat der Herbst endgültig Einzug gehalten.
Dann bin ich noch ins Kino gegangen, „The Housemaid“. Ein wahnsinnig guter Film, sehr ästhetisch. Ich mag Filme nicht so gerne beschreiben, denn genau wie Bücher, muss man sie selber erleben. Ihn sehen, hören, mit all seinen internen Sinnen wahrnehmen, aufnehmen. Auf sich wirken lassen. Ich wollte diesen Film unbedingt sehen und war ganz glücklich, obwohl der Filme alles andere als glücklich ist. Aber wenn man etwas wirklich gutes, beeindruckendes erleben durfte, dann ist das Nahrung für den Geist, wie es ein guter Wein für die Zunge ist. Un vrai régal.
Danach ging ich durch den Park zurück zum Bahnhof. Im Park hatten mittlerweile die Aktionen angefangen. Aus irgendwelchen Gründen stand ein mittelhübsches Mädchen in einem Kleid aus Spielkarten vor einem Teich und ließ sich von ein paar Amateuren fotografieren. Ein paar Schritte weiter standen drei Männer in Kostümen auf dem Rasen und sprachen laut, dh theaterhaft. Sie hatten tote Tiere auf ihren Schultern, waren im Gesicht mit grauer Paste beschmierte und bedrohten sich gegenseitig ganz dramatisch. Ein paar Menschen schauten zu.
Wenn man aus dem Kino kommt und zwei Stunden lang einer Geschichte zugeschaut hat, die glaubhaft von zwischenmenschlichen Greueltaten berichtet und dann kommt man ins freie und sieht drei Männer und eine Frau am Sonntagnachmittag verkleidet im Park herumlaufen, dann fragst du dich, was Menschen für sonderbare Sachen veranstalten. Sie gehen und atmen nicht nur, sondern sie wollen mehr. Sie wollen Aufmerksamkeit, um sie zu lenken. Sie begnügen sich nicht damit, ihr tägliches Brot zu essen. Nein, sie erzählen Filme über Hochschwangere die andere Schwangere vergiften und sie schmieren sich graue Pasten ins Gesicht, um anderen etwas vorgaukeln zu können. Warum?
Ich fuhr nach Hause, um auf Gabriel aufzupassen. Denn die Eltern wollten ins Kino. Ich kann es ihnen ja nicht verübeln, sie arbeiten hart und es ist Samstagabend. Aber wenn ich ein Kind habe und es hochgerechnet innerhalb fünf Tagen nichtmal 2 Stunden gesehen habe. Und an diesen fünf Tagen es nur zweimal ins Bett gebracht habe. Dann nutze ich doch die wenige Zeit die mir bleibt um mein Kind mal ein Abendbrot zubereiten zu können. Es bei seiner Dusche helfen zu können. Im Grunde war ich nur genervt, einen weiteren Abend unter dem Diktakt eines 8-jährigen zu stehen. Ich war hundemüde und war um 22 Uhr am schlafen.
Dienstag, 28. September 2010
Dienstag, 21. September 2010
es ist derzeit sommerliches wetter. ich geh ohne jacke raus, sonnenbrille aufgesetzt und flaniere mit all den hübschen mädchen in kurzen röcken durch paris. heute morgen fand eine bibliotheksführung statt. uns wurde erzählt, dass es vorkommen kann, dass einlassstop ist, zuviele menschen. man darf auch nicht mehr als 4 bücher ausleihen, maximal 3 wochen. an jedem tisch ist so ein harken, an dem man, wenn man sowas besitzt, seine sicherung seines laptops anbringen kann, damit der nicht geklaut wird. ansonsten ist alles normal.
danach war ich zuhause und habe geputzt, denn mein bereich des hauses wird von der putzfrau nicht betreten. ich glaube, meine gasteltern meinen es gut und wollen mir meine privatphäre sichern, aber ehrlich, wär putz denn schon gerne, warum kann die nicht auch eben bei mir sauber machen?
gestern war einschreibung für die kurse. also das läuft ziemlich beschissen ab: man hat 4-5 verschiedene hefte, in denen die kurse vorgestellt werden. es gibt verschiedene zetteln, auf denen die zeiten der kurse stehen. man sucht sich (wir erasmusmenschen dürfen frei aus dem ganzen programm wählen, was ich recht cool finde, normal eingeschriebene haben einen relativ festen plan vorgegeben) seine kurse raus, geht in den nächsten raum, wo studenten an pcs sitzen und einen für die kurse eintragen. wenn noch platz ist. wenn nicht, dann hopp, schnell was neues suchen. man muss sich bei verschiedenen menschen in verschiedenen räumen anmelden, mal per pc, mal per papier. seine kurse trägt man auf einen zettel ein und den gibt man ab. ab dem moment, wo wir wussten, was wir wählen durften und dem moment, wo wir die programmhefte zum ersten mal in der hand hatten, bis zu dem augenblick, wo wir unseren kompletten stundenplan fertig gestellt haben mussten, waren es noch nichtmal 3 stunden...und für mich, die zu spät kam (ich komm hier ständig zu spät) und auch viel früher weg musste als die anderen, war es wieder mal nur die hälfte der zeit. ich habe also ganz schnell irgendwas rausgesucht, was ich wählen muss und was mich interessiert und dann die zeiten abgeglichen. passt es in meinem zeitrahmen, was überschneidet sich, was kann ich wie legen...und dann die frage, komm ich überhaupt in den kurs rein?
fürchterlich. ich bin zufrieden mit meinem stundenplan. ich habe, wiedermal, viel zu viel belegt. und habe nicht alles bekommen, was ich brauchte. dafür bestehen meine kurse zu 3/4 aus literaturkurse!! einer sogar über paul auster, einer meiner lieblingsautoren. aber mit ein wenig mehr zeit, also wirklich n paar tage und einem besseren anmeldesystem hätte ich einen noch besseren stundenplan erstellen können. natürlich war es auch hinderlich, dass ich nur kurse zwischen halb neun morgens und halb vier nachmittags wählen konnte, und keine am mittwoch. hat die auswahl aber auch leicht gemacht, ich musste nicht stundenlang überlegen, ob mich die moderne und komplexe afrikanische frankophonie oder doch eher die adaption der griechischen tragödie in der modernen poesie interessiert. zumal nach stundenlangen überlegen ich in den kurs gekommen wäre, wo noch platz war. ich hab einfach den kurs genommen, der zeitlich am besten passte.
heute nachmittag war ich dann nochmal an der uni, weil ich mir ziemlich viel falsches aufgeschrieben habe. aber bei zwei kursen bin ich mir nach wie vor nicht sicher, zu welchen zeiten ich eingeschrieben bin. ich lass mich überraschen!
dann hatte ich noch ein wenig zeit und bin wieder im jardin de plantes spazieren gegangen. das foto ist aber vom luxemburger park. der wind war ganz weich, die bäume teilweise noch grün, es gab dennoch viel laub. ich schaute mir die blumen an, die der sommer übrig gelassen hat. eigentlich sollte ich so schnell wie möglich nach versailles, das wetter nutzen.
Montag, 20. September 2010
dieses wochenende war patrimoine, samstag bin ich kläglich gescheitert und werde das wohl auch mein leben lang bereuen, dafür habe ich eine schöne jacke. man muss prioritäten setzten!
am sonntag hab ich dann all meinen willen zusammen genommen und habe mich an einer wahnsinnig langen schlange angestellt. es war sonntagmittag, ich war krank, das wetter traumhaft schön, wie es die ganze zeit ist: blauer himmel, frischer wind. mein ziel: das unmögliche schaffen und in den palais elysee gelangen. die chancen: schlecht. zweimal im jahr kann man sich die villa vom präsidenten anschauen, jedenfalls die etwas öffentlicheren räume. dazu muss man aber die hürde der unglaublichen wartezeit von bis zu 7 stunden schaffen. und ich hab es geschafft! punkt sieben uhr abends durfte ich für 30 minuten die privaten hallen des mächtigsten mannes frankreichs bestaunen. ich ging durch die räume und staunte, nicht dass ich ähnliches noch nicht gesehen hätte, aber das dort wirklich eine familie wohnt und arbeitet...leider durfte man nicht alles sehen, ich hätte zu gerne auch das schlafzimmer gesehen. ob dort auch die decke goldstuck hat und teppiche die wände zieren...









am sonntag hab ich dann all meinen willen zusammen genommen und habe mich an einer wahnsinnig langen schlange angestellt. es war sonntagmittag, ich war krank, das wetter traumhaft schön, wie es die ganze zeit ist: blauer himmel, frischer wind. mein ziel: das unmögliche schaffen und in den palais elysee gelangen. die chancen: schlecht. zweimal im jahr kann man sich die villa vom präsidenten anschauen, jedenfalls die etwas öffentlicheren räume. dazu muss man aber die hürde der unglaublichen wartezeit von bis zu 7 stunden schaffen. und ich hab es geschafft! punkt sieben uhr abends durfte ich für 30 minuten die privaten hallen des mächtigsten mannes frankreichs bestaunen. ich ging durch die räume und staunte, nicht dass ich ähnliches noch nicht gesehen hätte, aber das dort wirklich eine familie wohnt und arbeitet...leider durfte man nicht alles sehen, ich hätte zu gerne auch das schlafzimmer gesehen. ob dort auch die decke goldstuck hat und teppiche die wände zieren...

Freitag, 17. September 2010
diese woche war irgendwie angefüllt mit dingen. wenn man umzieht, in ein anderes land, dann ist da zuerst eine ganz sonderbare leere, die einen irre machen kann. die möbel stehen anders, die gewohnten handlungen können nicht mehr ausgeführt werden. mir fehlt ein tv, vor dem ich sovieles erledigt habe. es gibt andere möglichkeiten der tagesgestaltung, das kann einen schonmal überfordern. die wege zum supermarkt, zur post, der friseur, alles ist verändert, obwohl es sich um ganz normale, alltägliche dinge handelt. mir wird bewusst, wie sehr das leben angefüllt ist mit gewohnheiten, die zusammengefügt einen ganzen tag ausfüllen, denn nichts anderes machen wird: tage ausfüllen.
wenn diese gewohnheiten wegfallen, weil sich die zimmer, die möbel, die gegenstände verändert, verschoben haben, weil sie verschwunden sind, dann findet manches im neuen leben gar keinen platz. zum beispiel habe ich einmal die woche vorm fernseher meine nägel lackiert, wenn nichts öfters. da gab es einen bestimmten ryhtmus. die dinge hatten ihren platz, alles seine ordnung. jetzt wo es keinen fernseher mehr gibt, kein sofa und mein manikürset zerstreut in fremden schubladen lebt...
es ist das eine, als touristin eine stadt zu entdecken, was anderes, seinen alltag in einer fremden stadt zu gestalten.
ich hab mich zum friseur getraut, war natürlich nicht schlimm. ich seh zwar nun schrecklich aus, aber ich denke, ein beteiligter würde keinen unterschied bemerken. morgen ist patrimoine, die öffentlichen gebäude wie der palais elysee, sind nun auch der restlichen öffentlichkeit zugänglich. dass bedeutet zwar 2 stunden anzustehen, aber ich würde den palais elysee zu gerne mal von innen sehen. eine einmalige gelegenheit.
das wetter ist sehr wechselhaft, auch wenn es in der sonne sehr heiß werden kann. ich wollte das nutzen, um in bois de vincennnes, ein sehr großer wald hier um die ecke, zu besichtigen bzw einfach spazieren zu gehen. aber er ist sehr zersplittert und ich habe nicht wirklich einen bereich zum spazieren gehen gefunden. war ärgerlich.
wenn diese gewohnheiten wegfallen, weil sich die zimmer, die möbel, die gegenstände verändert, verschoben haben, weil sie verschwunden sind, dann findet manches im neuen leben gar keinen platz. zum beispiel habe ich einmal die woche vorm fernseher meine nägel lackiert, wenn nichts öfters. da gab es einen bestimmten ryhtmus. die dinge hatten ihren platz, alles seine ordnung. jetzt wo es keinen fernseher mehr gibt, kein sofa und mein manikürset zerstreut in fremden schubladen lebt...
es ist das eine, als touristin eine stadt zu entdecken, was anderes, seinen alltag in einer fremden stadt zu gestalten.
ich hab mich zum friseur getraut, war natürlich nicht schlimm. ich seh zwar nun schrecklich aus, aber ich denke, ein beteiligter würde keinen unterschied bemerken. morgen ist patrimoine, die öffentlichen gebäude wie der palais elysee, sind nun auch der restlichen öffentlichkeit zugänglich. dass bedeutet zwar 2 stunden anzustehen, aber ich würde den palais elysee zu gerne mal von innen sehen. eine einmalige gelegenheit.
das wetter ist sehr wechselhaft, auch wenn es in der sonne sehr heiß werden kann. ich wollte das nutzen, um in bois de vincennnes, ein sehr großer wald hier um die ecke, zu besichtigen bzw einfach spazieren zu gehen. aber er ist sehr zersplittert und ich habe nicht wirklich einen bereich zum spazieren gehen gefunden. war ärgerlich.
Dienstag, 14. September 2010
eigentlich besteht mein tag nur aus essen.
meistens beginne ich den tag mit extrem viel nutella - wenn gerade niemand zuschaut. dann ess ich n sandwich zu mittag. oder wenn ich hier bin, irgendein gemüse mit irgendeiner beilage. nachmittags esse ich dann schokolade, äpfel, puddings. durcheinander, immer wieder. und abends dann dasselbe wie mittags und dann wieder schokolade.
gabriel ist krank, also verbrachten wir den tag damit, super etoiles bei mario galaxy zu sammeln. das ist an sich gar nicht so schlecht, außer dass draussen ein wunderschöner tag war und ich im schlafanzug mitnem 8-jährigen vor der konsole hing. könnte schlimmer sein,könnte besser sein. hauptsache es gibt genug schokolade, abends scrubs und die aussicht auf n freien tag.
meistens beginne ich den tag mit extrem viel nutella - wenn gerade niemand zuschaut. dann ess ich n sandwich zu mittag. oder wenn ich hier bin, irgendein gemüse mit irgendeiner beilage. nachmittags esse ich dann schokolade, äpfel, puddings. durcheinander, immer wieder. und abends dann dasselbe wie mittags und dann wieder schokolade.
gabriel ist krank, also verbrachten wir den tag damit, super etoiles bei mario galaxy zu sammeln. das ist an sich gar nicht so schlecht, außer dass draussen ein wunderschöner tag war und ich im schlafanzug mitnem 8-jährigen vor der konsole hing. könnte schlimmer sein,könnte besser sein. hauptsache es gibt genug schokolade, abends scrubs und die aussicht auf n freien tag.
Montag, 13. September 2010
Jardin du Luxembourg
Sonntag, 12. September 2010
heute hat paris seinen charme spielen lassen.
zwar regnete es am morgen, aber wen stört das schon, wenn er im bett liegen darf? nach einem frühstück, was hauptsächlich aus löffelweise nutella bestand (wenn ich den nutellatopf mal für mich alleine habe...) habe ich klar shiff gemacht und bin in die stadt gefahren. in das wirklich schöne 6 viertel, ganz bezaubernd, ich freue mich darüber, dass ich im 5 studiere, auch wenn leider an der anderen seite. ich ging ins kino, der film, war naja, nicht so gut wie der letzte, dafür aber auch dieses mal wieder nicht synchronisiert. es war ein chinesischer film. danach ging ich in einen park, direkt um die ecke und da war ich ein wenig, das mus ich sagen, verliebt. in der weichen septembersonne, abends, tummelten sich ganz viele nicht-touristen zusammen, um schach oder tennis zu spielen. es ist ein wunderschön angelegter park, und er war halb in der sonne getränkt und halb im schatten. natürlich lagen alle in der sonne bzw saßen auf den stühlen, die zahlreich im park verteilt sind (welch wunderbare idee). und lasen, schrieben oder, ich war neidisch, hielten apero mit ihren freunden. ich schlenderte herum und dachte mir, wie schön muss es sein. wenn man in diesen viertel wohnt, also viel geld hat und seinen sonntagabend in so einem park mit seinen freunden und seiner familie verbringen darf.
für solche tage wie heute, dafür ist paris gemacht.
zwar regnete es am morgen, aber wen stört das schon, wenn er im bett liegen darf? nach einem frühstück, was hauptsächlich aus löffelweise nutella bestand (wenn ich den nutellatopf mal für mich alleine habe...) habe ich klar shiff gemacht und bin in die stadt gefahren. in das wirklich schöne 6 viertel, ganz bezaubernd, ich freue mich darüber, dass ich im 5 studiere, auch wenn leider an der anderen seite. ich ging ins kino, der film, war naja, nicht so gut wie der letzte, dafür aber auch dieses mal wieder nicht synchronisiert. es war ein chinesischer film. danach ging ich in einen park, direkt um die ecke und da war ich ein wenig, das mus ich sagen, verliebt. in der weichen septembersonne, abends, tummelten sich ganz viele nicht-touristen zusammen, um schach oder tennis zu spielen. es ist ein wunderschön angelegter park, und er war halb in der sonne getränkt und halb im schatten. natürlich lagen alle in der sonne bzw saßen auf den stühlen, die zahlreich im park verteilt sind (welch wunderbare idee). und lasen, schrieben oder, ich war neidisch, hielten apero mit ihren freunden. ich schlenderte herum und dachte mir, wie schön muss es sein. wenn man in diesen viertel wohnt, also viel geld hat und seinen sonntagabend in so einem park mit seinen freunden und seiner familie verbringen darf.
für solche tage wie heute, dafür ist paris gemacht.
freitag war ein blöder tag, also vergessen wir ihn lieber schnell wieder.
gestern war es heiß und ich beschloss, zum montmartre zu fahren, sight seeing. ich weiß gar nicht, wie ich es ausdrücken soll. aber gelinde gesagt, ich war geschockt. manchmal vergesse ich, dass ich in einer der touristenzentrale der welt lebe. hier quellen die touristen aus allen ecken, wie der schweiß aus den poren eines fettes menschen an einem heißen augusttag. ja genau so. ich fing mit dem sacré coeur an, was eine wunderschöne kirche ist, die an einem einzigartigen ort gelegen ist. man hat von ihr aus einen phänomenalen blick auf paris. doch der weg dahin, der ist schwer. es gibt nur souvenirshops. mehr nicht. nur billige rahmschläden. dann, die zweite hürde, an den ganzen schwarzen vorbeizukommen die einem irgendeinen scheiß andrehen wollen und dabei wahnsinnig aufdringlich sind. sie fassen dich an, laufen und rufen dir hinterher. und jeder versucht es bei dir. jeder. du hast keine chance. du gehst die stufen zum sacré cour hoch, mit den anderen 2000 touristen, okay. du siehst aber nicht viel von der schönen grünanlage, weil einfach alles voll mit menschen ist. wie ameisen auf einem honigkuchen tummeln sie sich nervös auf jedes fleckchen. ganz hoch zur kirche bin ich nicht mehr gekommen, denn es war alles voll. wirklich, alles. und das nicht nur aus meiner menschenfeindlichen sicht, nein, es war wirklich kein durchkommen. zwischendurch wird man von taubstummen frauen angebettelt, die, auch wenn du ihnen was spendest, einen voller vorwurf anschauen. und sie sind überall und weil sie taub sind, kann man ihnen nicht begreiflich machen, dass man schon gespendet hat. nur weitere böse blicke folgen. alle sind so aufdringlich, wollen was von einem und wenn man es ihnen nicht gibt, wird man beschimpft. warum werde ich hier so behandelt? mit was für einem recht behaupten sich diese ekelhaft aufdringlichen menschen, was fällt ihnen ein, mir ständig und überall aufzulauern, mich anzufassen, mich vollzulabern, mir hinterher zu laufen. was soll das?
dann habe ich mich meinen reiseführer anvertraut, zum ersten mal fand ich es nötig und auch unglaublich erleichternd, seiner route folgen zu können. denn nach ein paar weiteren schwarzen, die einen anfassen und was verkaufen wollen mit der info, sie seien nicht gefährlich, folgten ruhigere straßen. ich sah ein paar schöne ecken, ja. aber das problem ist, dass der teil, den ich von montmartre gesehen habe, tot ist. nur noch ausstellungsware. ein ganzes viertel tot und die touristen glotzen. ich mochte gar keine fotos machen. hab ich auch so gut wie gar nicht. dann bin ich abgehauen. zur champs elysee, mir bücher kaufen. denn das ist das einzige, was mich derzeit wirklich erfüllt. lesen und dazu musik hören.
ich denke, ich werde im winter nochmal hoch zum montmartre fahren, aber ganz gezielt die sight seeing punkte meiden.
ich wusste ja, worauf ich mich einlasse, wenn ich nach paris fahre. aber das es so schlimm sein würde. paris ist bisher überhaupt nicht schön.
gestern abend habe ich mich mit ein paar leuten von studivz getroffen. es war nett, so nett, dass ich nach 2 stunden wieder nach gefahren bin. wir saßen an der seine, viele menschen saßen dort, denn es war ein äußerst milder abend. als ich ging, ging ich über die pont neuf, paris bei nacht, die stadt funkelt und vibriert, der eiffelturm ist erleuchtet.
gestern war es heiß und ich beschloss, zum montmartre zu fahren, sight seeing. ich weiß gar nicht, wie ich es ausdrücken soll. aber gelinde gesagt, ich war geschockt. manchmal vergesse ich, dass ich in einer der touristenzentrale der welt lebe. hier quellen die touristen aus allen ecken, wie der schweiß aus den poren eines fettes menschen an einem heißen augusttag. ja genau so. ich fing mit dem sacré coeur an, was eine wunderschöne kirche ist, die an einem einzigartigen ort gelegen ist. man hat von ihr aus einen phänomenalen blick auf paris. doch der weg dahin, der ist schwer. es gibt nur souvenirshops. mehr nicht. nur billige rahmschläden. dann, die zweite hürde, an den ganzen schwarzen vorbeizukommen die einem irgendeinen scheiß andrehen wollen und dabei wahnsinnig aufdringlich sind. sie fassen dich an, laufen und rufen dir hinterher. und jeder versucht es bei dir. jeder. du hast keine chance. du gehst die stufen zum sacré cour hoch, mit den anderen 2000 touristen, okay. du siehst aber nicht viel von der schönen grünanlage, weil einfach alles voll mit menschen ist. wie ameisen auf einem honigkuchen tummeln sie sich nervös auf jedes fleckchen. ganz hoch zur kirche bin ich nicht mehr gekommen, denn es war alles voll. wirklich, alles. und das nicht nur aus meiner menschenfeindlichen sicht, nein, es war wirklich kein durchkommen. zwischendurch wird man von taubstummen frauen angebettelt, die, auch wenn du ihnen was spendest, einen voller vorwurf anschauen. und sie sind überall und weil sie taub sind, kann man ihnen nicht begreiflich machen, dass man schon gespendet hat. nur weitere böse blicke folgen. alle sind so aufdringlich, wollen was von einem und wenn man es ihnen nicht gibt, wird man beschimpft. warum werde ich hier so behandelt? mit was für einem recht behaupten sich diese ekelhaft aufdringlichen menschen, was fällt ihnen ein, mir ständig und überall aufzulauern, mich anzufassen, mich vollzulabern, mir hinterher zu laufen. was soll das?
dann habe ich mich meinen reiseführer anvertraut, zum ersten mal fand ich es nötig und auch unglaublich erleichternd, seiner route folgen zu können. denn nach ein paar weiteren schwarzen, die einen anfassen und was verkaufen wollen mit der info, sie seien nicht gefährlich, folgten ruhigere straßen. ich sah ein paar schöne ecken, ja. aber das problem ist, dass der teil, den ich von montmartre gesehen habe, tot ist. nur noch ausstellungsware. ein ganzes viertel tot und die touristen glotzen. ich mochte gar keine fotos machen. hab ich auch so gut wie gar nicht. dann bin ich abgehauen. zur champs elysee, mir bücher kaufen. denn das ist das einzige, was mich derzeit wirklich erfüllt. lesen und dazu musik hören.
ich denke, ich werde im winter nochmal hoch zum montmartre fahren, aber ganz gezielt die sight seeing punkte meiden.
ich wusste ja, worauf ich mich einlasse, wenn ich nach paris fahre. aber das es so schlimm sein würde. paris ist bisher überhaupt nicht schön.
gestern abend habe ich mich mit ein paar leuten von studivz getroffen. es war nett, so nett, dass ich nach 2 stunden wieder nach gefahren bin. wir saßen an der seine, viele menschen saßen dort, denn es war ein äußerst milder abend. als ich ging, ging ich über die pont neuf, paris bei nacht, die stadt funkelt und vibriert, der eiffelturm ist erleuchtet.
Samstag, 11. September 2010
Freitag, 10. September 2010
why dont you love me
Scorpion 23 Octobre - 20 Novembre
Les obstacles ne sont parfois que des difficultés a surmonter. Et comme Jupiter, planète de l'opportunité, se ligue avec le rusé Saturne pour défier votre maître Pluton en août, les situations les plus impossible ont quelque chose à vous apprendre. Certes, vous devrez peut-être en dire plus long que vous ne le souhaiteriez, ou accepter des compromis tout aussi peu enthousiasmants. Paradoxalement, c'est alors que vous comprendrez à quel point vos expériences actuelles ont élargi votre univers.
Donnerstag, 9. September 2010

ich habe heute recht viel geld ausgegeben, ich bin da ganz großartig drin. ich mag die sachen, die ich gekauft habe. die zeit, in der ich auf der suche nach den coolsten und angesagtesten sachen war, n individuellen look kreieren..also das ist vorbei.
ich hab mir auch endlich eine kamera gekauft, ich hab einfach die billigste, die schönste und schlankeste genommen. trotzdem hat sie immerhin 12 million pixel und ist lila und ist von nikon.
aber das ist eigentlich alles unwichtig. denn viel lieber würde ich mit freunden einen cafe trinken. oder tanzen gehen, zu ellen alien, denn die legt auf, am wochenende. ich würde mich gerne mit jemanden unterhalten können, über den film, den ich gesehen habe; über den, den ich sehen werde.
freunde kann man nicht kaufen.
Mittwoch, 8. September 2010
es geht immer um sex

http://community.livejournal.com/foto_decadent/1970454.html
gestern war der willkommenstag meiner uni. 200 menschen und ich. viele informationen und auch eine leichte überforderung, es ist ein ganz unbekanntes gefühl des nicht-wissens. du musst sachen machen und zu orten gehen und das alles in einer fremden sprachen, dass du das gefühl hast, du würdest dir die sachen ausdenken.als ob es die dinge und die orte und die menschen nicht geben würde, sie bleiben blass und fade und eine idee. und dann gehst du dorthin, redest mit den menschen und die dinge materialisieren sich. ich weiß nicht, ob das normal ist, so zu fühlen, wenn man als erasmusstudentin nach paris geht.
zu den banalen dingen. der tag war sehr gut organisiert, alle waren nett, ich fühle mich sehr gut aufgehoben. aber das gebäude, das ist schrecklich. wirklich, total heruntergekommen. würde man mich in das gebäude setzten ohne mir zu sagen, wo ich bin. ja ich würde sagen, inner staatlichen provinzschule koreas von vor 50 jahren. ich werde mich dort niemals wohlfühlen. ich finde den zustand ziemlich traurig und auch sehr peinlich. ich schäme mich fast fremd. ich wäre gerne in einem schöneren gebäude. manchmal frage ich mich, was ich überhaupt in paris mache. ob meine entscheidungen alle so richtig waren. mein studienfach, mein studienort, und nun das auslandssemester in paris. die schulden, die ich mache. die zeit, die ich verbringe, in der ich eigentlich anderes bräuchte.
ich werde älter und manche entscheidungen, die sind so weitreichend und unveränderbar. wo führt das alles hin und warum tut es das?
Montag, 6. September 2010
ich liebe die 70% schokolade mit himbeerfüllung von lindt. es ist halb neun abends, ich habe nichts gemacht heute, außer schokolade zu essen, zu lesen und zu schlafen. ich liege im bett, warte darauf, dass scrubs geladen hat, lese mein geliebtes buch weiter und esse dabei schokolade. und ich weiß, dass es ein kampf geben wird, zwischen mir und dem badezimmer. denn dass badezimmer ist weit entfernt, (nun gut es liegt an meinem zimmer angeschlossen, aber alles außerhalb meines bettes ist weit entfernt...) meine zähne müssen geputz werden, aber ich will lieber im bett bleiben. dass kann ich natürlich nicht, denn wenn ich nicht zähne geputz habe, werde ich unruhig. und ich bin sowieso nervös, denn morgen ist begrüßungstag an der uni. eigentlich, denn erstens, steht nichts auf deren homepage und zweitens, surprise surprise, wird morgen gestreikt. super oder? da bin ich zum ersten mal nicht flexibel, und schwupps, wird mir ein strich durch die rechnung also den plan gemacht. vielleicht sollte ich lieber zuhause bleiben. aber der knoten in meinem bauch würde dadurch nicht kleiner werden. ich muss da morgen sein und wichtige dinge erledigen. ich bin so gar nicht vorbereitet.
wie gesagt, ich habe heute nichts gemacht. n bisschen tischtennis gespielt, n bisschen roller gefahren, abgesehen davon, lag ich die meiste zeit herum. es hat geregnet, naja ich war auch einfach sehr einfallslos. das muss man mir erstmal nachmachen. sich nach zwei wochen ferien in paris bereits zu langweilen. aber ich hab halt so meine talente, das ist angeboren, also kein neid,
Sonntag, 5. September 2010
remonter le moral
ich esse einen obstsalat, denn ich vermisse frisches essen. ich habe nie gedacht, dass ich wirklich gesund und frisch esse, aber hier kommt immer nur tiefgefrorenes auf dem tisch. und dazu beilage.
heute nachmittag war das treffen des club international des jeunes a paris. und es war gut! natürlich wollte ich zuerst nicht hingehen und als ich da war, wollte ich wieder weg. und als ich dann zwischen den anderen ca 15 personen stand und auch als wir uns auf dem spaziergang unterhielten, wollte ich mich davon schleichen. und zwischendurch, ging ich ganz alleine und auch wenn ich mich mit jemandem unterhielt, denn dazu war das ganze ja gedacht, ein gemeinsamer spaziergang unter fremden um sich kennenzulernen durch paris, also auch da war ich immernoch schüchtern und hatte einen knoten im bauch. und irgendwann ging es dann besser, vielleicht als wir auf einer der vielen brücken herumliefen und ich mich ganz witzig mit einem syrier unterhielt, da wurde ich lockerer. dann saßen wir auf einem rasen und der araber und zwei syrier unterhielten mich mit dem fahrstil der syrier und später quatsche ich ganz viel mit einem mexikaner, der mit mir auch nummern austauschte, damit er mich mal mitnehmen kann, wenn er mit seinen freunden ausgeht. wir wohnen auch dicht beiander, zwei ubahn stationen voneinander entfernt. wer weiß, ob wirklich was daraus wird.
war es ein schöner nachmittag? mal abgesehen vom knoten im bauch, ja. junge menschen, die verstehen, wie es ist, ganz alleine in so einer großen stadt zu sein und deswegen den kontakt suchen, so etwas brauche ich.
desweiteren lese ich ein hervorragendes buch. mit dem begebe ich mich morgen in einer der gärten von paris und werde lesen, den ganzen tag.
meine moral litt sehr in letzter zeit. heute gab es einen kleinen aufschwung
heute nachmittag war das treffen des club international des jeunes a paris. und es war gut! natürlich wollte ich zuerst nicht hingehen und als ich da war, wollte ich wieder weg. und als ich dann zwischen den anderen ca 15 personen stand und auch als wir uns auf dem spaziergang unterhielten, wollte ich mich davon schleichen. und zwischendurch, ging ich ganz alleine und auch wenn ich mich mit jemandem unterhielt, denn dazu war das ganze ja gedacht, ein gemeinsamer spaziergang unter fremden um sich kennenzulernen durch paris, also auch da war ich immernoch schüchtern und hatte einen knoten im bauch. und irgendwann ging es dann besser, vielleicht als wir auf einer der vielen brücken herumliefen und ich mich ganz witzig mit einem syrier unterhielt, da wurde ich lockerer. dann saßen wir auf einem rasen und der araber und zwei syrier unterhielten mich mit dem fahrstil der syrier und später quatsche ich ganz viel mit einem mexikaner, der mit mir auch nummern austauschte, damit er mich mal mitnehmen kann, wenn er mit seinen freunden ausgeht. wir wohnen auch dicht beiander, zwei ubahn stationen voneinander entfernt. wer weiß, ob wirklich was daraus wird.
war es ein schöner nachmittag? mal abgesehen vom knoten im bauch, ja. junge menschen, die verstehen, wie es ist, ganz alleine in so einer großen stadt zu sein und deswegen den kontakt suchen, so etwas brauche ich.
desweiteren lese ich ein hervorragendes buch. mit dem begebe ich mich morgen in einer der gärten von paris und werde lesen, den ganzen tag.
meine moral litt sehr in letzter zeit. heute gab es einen kleinen aufschwung

was habe ich die letzten tage gemacht? nichts. donnerstag fing die schule an und irgendwie wusste ich tagsüber nichts mit mir anzufangen, habe mich also schlafen gelegt und erst abends, mit gabriel zusammen, meine innere ruhe wiedergefunden. freitag war ich nochmal bei der bank und habe ansonsten nur son quatsch gemacht, wie mir unnötige zeitschriften zu kaufen und in schwarzen klamotten in der prallen sonne bei 25 grad spazieren zu gehen. immerhin war ich da ruhiger als am donnerstag. spazieren gehen hat eine sehr beruhigende wirkung auf mich und es ist gut, dass ich in jointville wohne (vorort von paris), an der marne. es ist nicht viel los und dennoch spürt man, wie viele menschen dort wohnen und geht man spazieren, dann ist das schön. alleine, schritt für schritt aber dennoch unter menschen.
gestern dann wollte ich in die stadt aber es war einer dieser tage, an denen ich schlechte laune hatte und jeder schritt in dieser übervollen, riesigen stadt in der warmen sonne zuviel ist. die strecken sind so groß, zwischen H&M und fnac liegen 5 ubahnstationen und viele viele schritte. ich war auch irgendwie nicht ganz bei der sache, wusste selber nicht, was ich wollte und habe mich eigentlich nur unwohl gefühlt.
heute mache ich bei einer stadtführung mit, die von einer organsation ist, die auf junge ausländer gerichtet ist. vielleicht lern ich da wen kennen. ein wenig sonderbar aber was solls.
das beste in den letzten tagen, das war der gestrige nachmittag. müde legte ich mich in mein bett, im haus waren die anderen am machen, und las mein buch. stundenlang. hab mir ein wenig scrubs angeschaut. dann den abend mit gabriel verbracht, die eltern waren im kino.
es ist wirklich die einsamkeit die hier an mir frisst. ganz fies. und diese viele zeit, ohne dass es etwas zu tun gibt. paris ist zu groß, es stresst mich. manchmal denke ich, es wäre besser, alles abzubrechen.
Mittwoch, 1. September 2010
Dienstag, 31. August 2010
http://www.kawashimakotori.com/
heute war kein besonderer tag. gabriel war anstrengend, aber ich bin auch nicht gerade das beste kindermädchen der welt. das werde ich erst ab 3 kinder und mehr, da lauf ich zur hochform auf, da schmeiße ich den laden. mais bon. größtenteils hat er alleine gespielt, wobei er das immer tut, nur manchmal schau ich ihm dabei auch zu und lächle immer, wenn er mir etwas großartiges zeigt, was er natürlich gemacht hat. er hat keinen schlechten charakter, er ist nur verwöhnt. aber es ist immer leichter, über die erziehung anderer kinder zu urteilen. aber was soll man machen, als kindermädchen?
tja, mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen. morgen ist der letzte ferientag, danach beginnt ein neuer ryhtmus.
ich glaube, meine haut verträgt das sonderbare wasser hier nicht.
Montag, 30. August 2010
ich esse viele süßigkeiten, die richtige mahlzeiten sind etwas fade. da gabriel so gut wie nichts ist, essen wir immer die gleichen sachen. gabriel nervt mich schon manchmal. ich weiß schon warum ich keine lehrerin werde: wenn er sich beim addieren müde und dumm stellt (natürlich weil er selbst frustriert ist und sich schon aufgegeben hat, was traurig ist) werde ich genervt, weil er auf einmal noch nichtmal mehr 4+1 rechnen kann. vormittags waren wir im bois de vincennes, und, wie alle kinder, war gabriel in einer tour am klugscheißern, bestimmen und zweifeln. da hilft nur ignorieren und nett lächeln. nachmittags war er bei einem freund, das hat mir unverhofft einen verschlafenen nachmittag gegönnt. diese schöne art von siesta: draußen ist es kalt und man kuschelt sich in sein bett und verfällt in einem angenehmen, warmen, weichen schlaf, ohne intensive träume. man wacht auf und gleitet wieder in den schlaf.
trotz allem wird mir gabriels gesellschaft fehlen, wenn er zur schule geht. was mach ich dann den ganzen tag? je ne sais pas. museen und kinos und bücher und zeitschriften und winterklamotten. um dir nur ein paar stichworte zu nennen.
Sonntag, 29. August 2010
heute habe ich viel geschlafen. Ich wollte nicht so recht. Aufstehen und duschen und in die Stadt fahren. Irgendwann habe ich mich aber aufgerafft, ins Kino zu fahren. Angekommen im 4 Arr, dem Marais, bin ich gleich spazieren gegangen. Und es gefällt mir sehr, am besten, von dem, was ich bisher gesehen habe. Das Hotel de Ville ist groß und beeindruckend. Viel schöner sind aber die vielen kleinen Gassen, de Gaulle stellte 62 das zerfallene Viertel unter Denkmalschutz und ließ es restaurieren. Im 17. Jh war es Wohngebiet der Reichen, man sieht dem Viertel sein Alter an, alles ist schief und verwinkelt und die Gassen sind schmal. Es herrscht dort viel Leben, zahlreiche Boutiquen, Galerien und Lokale reihen sich aneinander und ich stelle mir vor, wie es vor einiger Zeit dort gewesen sein musste, bevor die Mietpreise anstiegen und COS, Zara und Mcdonals einzogen. Doch an einigen Ecken erkennt man noch die multikulturelle Spuren, zb jüdische.
Um 18 Uhr begann mein Film "Dans ses yeux". Ein spanischer Film, ich wusste nicht, dass er nur untertitelt ist, aber ich glaube, so habe ich sogar mehr verstanden, als ich in einer Tonübersetzung verstanden hätte. Ein sehr beeindruckender Film, sehr tragisch. Er hängt mir noch nach...
Samstag, 28. August 2010
Heute war ich im 16 Arrondissement, Chaillot. Da das ganz am anderen Ende der Stadt liegt, im Westen und ich im Osten bin, hat es über eine Stunde gedauert, bis ich da war. Ich bin ins Monet Museum Marmottan gegangen, eins der vielen Museen in dem Viertel, eins der wenigen der Stadt, dass nicht hoffnungslos überlaufen ist. Ich hatte gehofft, die ganzen großen Seerosenbilder Monets zu sehen, habe mich aber vertan. War dennoch schön. Ich liebe Monet. Mein Monetkleid habe ich aber nicht angezogen, da wär ich mir blöd vorgekommen. Hätte ich aber ruhig machen können, hätt eh niemand geschnallt. Vielleicht eher in einem Van-Gogh-Museum? Muss herausfinden, ob es sowas hier gibt.
Also das 16 Ar. ist ein Viertel der Reichen. Da es kaum Touristen gab, wo ich herumlief, war ich dem Pariser Leben wohl so nahe wie bisher noch nicht. Ich sollte meinen Blog „Auf der Suche nach dem wirklich Paris“ oder so nennen. Ich kam mir dementsprechend ziemlich deplatziert vor. In meinem H&M Klamotten Größe 40 passte ich nicht so ganz rein. Ich hätte auch einfach vorher genauer mein Reiseführer fragen können: „Im Westen liegt die Enklave der haute bourgeoisie, die exklusivste Wohngegend von Paris“. Aber zu spät für Komplexe, da muss man durch und die schönen Straßenzüge und echten Lous Vuitton Taschen genießen (die Originale sehen genauso häßlich aus wie die Kopien). Nach n bisschen Shopping (gestern gabs Kohle) habe ich dann Sightseeing gemacht, aber auf einmal war es sehr kalt und es regnete (und ich war total sommerlich angezogen, weil mir ständig super warm ist, was mich total nervt) und so habe ich das schnell abgebrochen, zumal ich die Touristen wieder entdeckt habe, sie waren zu einen riesigen Haufen versammelt, ziemlich viele Deutsche, überraschend wenig Asiaten. Aber zurecht versammelt, der Ausblick vom Place du Trocadero bzw der Chaillot-Anhöhe ist einzigartig. Zu den Seiten öffnet das Palais de Chaillot (noch von Napoleon) seine Flügel, monumental. Und da steht der Eiffelturm auf einmal direkt vor einem. Wie ein riesen Bild. Und Paris als Kulisse. Wenn man aus eine Seitenstraße kommt und die ganze Zeit von diesen hohen, geschlossenen Häusern umgeben ist und dann tritt man auf dem Platz und da klafft ein riesen Loch und man hat da diesen weitreichenden Blick. Das ist schon toll.
Dennoch war ich schlecht gelaunt, habe mir also gedacht, ich geh weiter shoppen, auf der Champs Elysees, da weiß ich zumindestens wo was für Geschäfte sind. das Wetter war besser, die Straßen übervoll und ich war bereits 3 Stunden am laufen. Nach weiteren 1 1/2 Stunden bin ich in die Metro gegangen und nach Hause gefahren. Ich bin ziemlich müde und irgendwie recht alleine. Was soll man machen. So schlimm ist es aber gerade nicht. Wenn ich neue Klamotten anhabe und mich in denen wohl fühle, ist der Tag meistens gerettet.
Freitag, 27. August 2010
freitag.
also heute war wie gestern. bis auf dass ich entdeckt habe, dass gabriel nicht wirklich addieren kann, jedenfalls nicht ohne papier vor sich. er kann auch nicht multiplizieren. also jedenfalls wenn wir das zusammen machen, sein ferienheft hat er voll gemacht. aber elisabeth hat mir sofort zugestimmt und gesagt, ja das ist es, das ist das problem. voila.
ich weiß noch nicht ob ich gabriel mag. kinder, die immer nur unter erwachsenen sind, die auch immer nur mit erwachsenen spielen, haben ganz nervige angewohnheiten. das ist dann halt nie jemand, der dich mal von der wii wegschubst, der dir sagt, dass er jetzt aber mal beim playmobil bestimmen will. ein mensch braucht in seiner entwicklung andere wesen, die sich durchsetzten wollen. egal wie irrational die wünsche in dem moment sind, ein kind muss spüren, dass andere subjekte auch den willen besitzen, ihre ideen durchzusetzten. denn sobald ich mal ein wenig input geben will, also beim kriegspielen im garten sage, was ich gerade "sehe", ist er verwirrt und korrigiert es. naja er ist ja auch ein kind. ich fühle mich manchmal wie ein schlechtes kindermädchen. dafür hat er beim monopoly gewonnen, keine ahnung, er hat sich so sehr auf sein hotel fixiert, dass ich, obwohl ich alle straßen besaß, natürlich nur einmal auf sein hotel kommen musste und zack, war ich bankrott. dafür habe ich konsequent bei vier gewinnt gewonnen. wahnsinn oder, womit ich mein leben derzeit verdiene.
naja was habe ich noch erlebt. also elisabeth scheint zufrieden mit mir zu sein, da ich sehr selbstständig alles erledige (ich bringe den müll raus, ohne dass sie es mir sagen muss, dieser job ich so wahnsinnig anspruchslos, mein ego ist fast schon zu stolz, um das lob anzunehmen). heute abend hat sie sich viel zeit genommen und sich mit mir unterhalten, sie fährt mit gabriel morgen für zwei tage weg. vielleicht deswegen.
morgen also wochenende. was steht an? monetmuseum und wii zocken. es ist derzeit rockfestival an der seine mit ultracoolen bands. arcade fire, lcd soundsystem naja und andere dinge, die ich liebe. aber so ganz alleine, das würde mich total deprimieren. alleine ins kino gehen, das ist okay, aber alleine auf ein festival no way. also gehe ich ins museum und werde zum ersten mal original monet bilder sehen.
also heute war wie gestern. bis auf dass ich entdeckt habe, dass gabriel nicht wirklich addieren kann, jedenfalls nicht ohne papier vor sich. er kann auch nicht multiplizieren. also jedenfalls wenn wir das zusammen machen, sein ferienheft hat er voll gemacht. aber elisabeth hat mir sofort zugestimmt und gesagt, ja das ist es, das ist das problem. voila.
ich weiß noch nicht ob ich gabriel mag. kinder, die immer nur unter erwachsenen sind, die auch immer nur mit erwachsenen spielen, haben ganz nervige angewohnheiten. das ist dann halt nie jemand, der dich mal von der wii wegschubst, der dir sagt, dass er jetzt aber mal beim playmobil bestimmen will. ein mensch braucht in seiner entwicklung andere wesen, die sich durchsetzten wollen. egal wie irrational die wünsche in dem moment sind, ein kind muss spüren, dass andere subjekte auch den willen besitzen, ihre ideen durchzusetzten. denn sobald ich mal ein wenig input geben will, also beim kriegspielen im garten sage, was ich gerade "sehe", ist er verwirrt und korrigiert es. naja er ist ja auch ein kind. ich fühle mich manchmal wie ein schlechtes kindermädchen. dafür hat er beim monopoly gewonnen, keine ahnung, er hat sich so sehr auf sein hotel fixiert, dass ich, obwohl ich alle straßen besaß, natürlich nur einmal auf sein hotel kommen musste und zack, war ich bankrott. dafür habe ich konsequent bei vier gewinnt gewonnen. wahnsinn oder, womit ich mein leben derzeit verdiene.
naja was habe ich noch erlebt. also elisabeth scheint zufrieden mit mir zu sein, da ich sehr selbstständig alles erledige (ich bringe den müll raus, ohne dass sie es mir sagen muss, dieser job ich so wahnsinnig anspruchslos, mein ego ist fast schon zu stolz, um das lob anzunehmen). heute abend hat sie sich viel zeit genommen und sich mit mir unterhalten, sie fährt mit gabriel morgen für zwei tage weg. vielleicht deswegen.
morgen also wochenende. was steht an? monetmuseum und wii zocken. es ist derzeit rockfestival an der seine mit ultracoolen bands. arcade fire, lcd soundsystem naja und andere dinge, die ich liebe. aber so ganz alleine, das würde mich total deprimieren. alleine ins kino gehen, das ist okay, aber alleine auf ein festival no way. also gehe ich ins museum und werde zum ersten mal original monet bilder sehen.
Donnerstag, 26. August 2010
okay, abends bin ich müde und lese meine Mails und bekomme blöde Gefühle.
Also am besten war heute die Siesta. Eine Stunde Ruhe und angenehmen Schlaf. Heute morgen dagegen war Sport angesagt, was super ist, da mir der Kleine schon zu verstehen gegeben hat, dass er mich dick findet. Yeah, da fühlt man sich doch gleich wohler in seiner Haut. Warum bin ich auch in einem Land, in dem die Frauen von Natur aus immer dünn und zierlich sind?
Die Stunden zogen sich dahin, da wir nicht wussten, was genau wir machen können. Elisabeth ist nun abends auch viel zu müde, als dass sie Lust hat, sich darum zu kümmern. Das Wetter ist auch furchtbar, ganz eklig schwül, auch duschen hilft nicht gegen den beständigen Film der die Haut überzieht.
So, was noch scheiße ist. Also mein Zwischenmieter hat gekündigt, yeah. Nächsten Monat ist eine Nachzahlung von 180 Euro fällig. Ach mir würden noch tausend andere Sachen einfallen.
Der Anfang ist immer schwierig, aber die Zweifel sitzen doch tiefer als gedacht...
Also am besten war heute die Siesta. Eine Stunde Ruhe und angenehmen Schlaf. Heute morgen dagegen war Sport angesagt, was super ist, da mir der Kleine schon zu verstehen gegeben hat, dass er mich dick findet. Yeah, da fühlt man sich doch gleich wohler in seiner Haut. Warum bin ich auch in einem Land, in dem die Frauen von Natur aus immer dünn und zierlich sind?
Die Stunden zogen sich dahin, da wir nicht wussten, was genau wir machen können. Elisabeth ist nun abends auch viel zu müde, als dass sie Lust hat, sich darum zu kümmern. Das Wetter ist auch furchtbar, ganz eklig schwül, auch duschen hilft nicht gegen den beständigen Film der die Haut überzieht.
So, was noch scheiße ist. Also mein Zwischenmieter hat gekündigt, yeah. Nächsten Monat ist eine Nachzahlung von 180 Euro fällig. Ach mir würden noch tausend andere Sachen einfallen.
Der Anfang ist immer schwierig, aber die Zweifel sitzen doch tiefer als gedacht...
Mittwoch, 25. August 2010
ich bin müde.
verstehe aber nicht warum.
ich fühle mich wie eingesperrt. denn ich kann meine freunde nicht sehen, nicht besuchen, nicht anrufen.
ich bin unter menschen und da ist dieses gefühl, sehr stark isoliert zu sein. diese völlige anonymität. ich bin verwirrt. es sind nur ein paar monate stephanie.
habe alpträume.
mit gabriel läuft es gut, auch wenn mir die kindliche phantasie für playmobil spielen abhanden gekommen ist. setzt euch auf knien hin, redet mit winzigen plastikfigürchen, das in einer anderen sprache, und das beste: jemand anderes sitz neben euch und macht genau dasselbe.
oder was genau so gut ist: jemand zeigt euch zwei stunden lang, wie geil es ist, mit der nintendo wii zu spielen - ohne den controller auch nur einmal abzugeben. yeah und dabei steht ihr total auf konsolen. super sache.
es gibt noch mehr solche kleinigkeiten die das arbeiten mit einem verwöhnten einzelkind zum völligen spaß werden lassen. man darf nichts entscheiden, und wenn doch, dann wird es hinterher eh wieder korrigiert.
nein eigentlich war es ein schöner nachmittag, ich habe vom lauter quatschen einen knoten in der zunge und morgen steht mir ein schöner tag bevor. werden viel draußen sein.
trotzdem bleibt das beklemmende gefühl im hals, eingesperrt zu sein.
Dienstag, 24. August 2010
heute habe ich meine liste abgearbeitet und bin nur ein kleines stück weiter. aber immerhin.
dann bin ich in die stadt gefahren und habe mich treiben lassen. vor dem museum war eine zu lange schlange, also ging ich die seine entlang, richtung eiffelturm. da entdeckte ich per zufall die bateaux mouches und machte also eine bootsfahrt. es war windig und teuer und eigentlich sieht man nicht soviel mehr und besser, als wenn man zu fuß die dinge alleine entdeckt. aber für die chinesen und japaner ist das super, innerhalb einer stunde sehen sie die wichtigsten gebäude, zumindestens der teil der hinter anderen gebäuden und baumkronen hervorlugt und können eifrig fotos machen. das tun sie übrigens nur. vor lauter fotografieren können sie sich gar keinen eindruck machen.
danach bin ich zur champs elysees gegangen, die strecken in paris sind sehr groß. ich lungerte hier und da ein wenig herum, versuchte bei monoprix den verkäuferinnen zu erklären, dass ich wattebäusche und kontaktlinsenflüßigkeit suchte.
es ist ein wenig schwierig. denn es sind nur touristen da und die schauen sich alte gebäude an, die nur noch für museen verwendet werden. oder sie gehen shoppen. also irgendwie ist das alles noch nichts meins. paris ist wahrscheinlich wirklich zum abbild seiner selbst geworden, nur noch die erinnerung erhält es groß.
ich freu mich umso mehr, wenn die uni anfängt. morgen kommt gabriel und das bedeutet gesellschaft. ein wenig normalität erleben. gerade fühle mich ein wenig verloren, so den ganzen tag alleine. mir fehlt ein ryhtmus.
am wochenende bin ich wieder ganz alleine. mal schauen, da brauch ich ein wenig mehr plannung, dieses herumlaufen ist doch etwas anstrengend...
Montag, 23. August 2010
ich fühle mich wohl.
das ist ganz überraschend, denn normalerweise sind die ersten tage immer die schwierigsten. ganriert mit panik und beklemmung.
meine gastfamilie ist ganz wunderbar. zuerst war ich ganz überwältigt und eingeschüchtert von paris. zu groß, zuviel, überforderung. aber das haus in dem ich lebe - es ist wunderschön. groß, hell, dezente farben, ikeastil. mein zimmer ist groß und gemütlich, mit eigenem bad. großer garten, freundliche menschen. es war warm und wir sind mit dem auto durch die stadt gefahren, eine private sightseeingtour - so viele museen!! danach 2 kugeln für 9 euro beim besten eisdieler der stadt. spaziergang um notre dame, über die seine, elisabeth erklärt mir kleinigkeiten am rande.
alles ist vorbereitet. ich habe ein frz handy, ich weiß wo ich ein konto eröffne, ich bin versichert, muss mir nur noch eine karte für die metro holen. an meiner uni bin ich schon vorbeigefahren, nun muss ich nur noch mir selber und dem öffentlichen verkehr trauen und mal alleine in die stadt fahren. ich frage mich gerade, ob paris nicht eine nummer zu groß für mich ist. berlin schien mir leichter zu bewältigen. vielleicht weil ich dort eine private reiseführerin habe.
die nächsten zwei tage verbringe ich nun alleine, dann kommt gabriel und eine woche haben wir zeit, uns kennenzulernen. dann geht die schule los.
heute regnet es in strömen und ich mag nicht zur bank gehen. ich trau meinem französisch nicht.
Montag, 9. August 2010
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